Tipps für sicheren Schulweg mit dem Fahrrad
Jedes Jahr verzeichnet die gesetzliche Unfallversicherung rund 60.000 Straßenverkehrsunfälle von Schülern, Kindern in Tagesbetreuung oder Studierenden - den größten Teil davon auf dem Schulweg. Etwa die Hälfte dieser Unfälle ereignet sich mit dem Fahrrad. Erst mit einigem Abstand folgen Unfälle mit dem Auto, von Fußgängern, mit dem Motorrad und dem Schulbus. Die Sicherheit von Fahrradfahrern zu erhöhen, ist daher eines der Ziele von "Risiko raus!", der Kampagne der gesetzlichen Unfallversicherung zum sicheren Fahren und Transportieren.
Besonders häufig sind Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren in Fahrradunfälle verwickelt. "Wenn wir jungen Radfahrern mehr Sicherheit geben wollen, müssen alle Beteiligten sich stärker ihrer Verantwortung bewusst werden", meint Georg Nottelmann, Präventionsexperte der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen. "Gerade den Eltern kommt hier eine wichtige Rolle zu." Gemeinsam mit ihren Kindern könnten sie viele Risiken ausschließen.
Vor allem auf folgende Punkte sollten Eltern dabei achten:
- Wahrnehmung und Bewegung sind für eine sichere Verkehrsteilnahme ganz besonders wichtig. Beide Fähigkeiten können Eltern spielerisch schon mit Kindern im Vorschulalter üben. Der Tretroller eignet sich für das Training des Gleichgewichtssinnes sehr gut. Ein Fahrrad mit Stützrädern ist hingegen ungeeignet.
- Sich sicher mit dem Fahrrad im Straßenverkehr zu bewegen, stellt hohe Ansprüche an die koordinativen Fähigkeiten des Kindes. Eltern sollten daher die folgenden Punkte prüfen: Kann das Kind auch in schwierigen Situationen die Balance halten? Kennt es die Verkehrsregeln und beachtet es sie? Bei Grundschülern ist das meist nicht der Fall. Sie sollten daher oft von den Eltern unterwiesen und begleitet werden und erst dann allein mit dem Rad zur Schule fahren, wenn sie die Fahrradprüfung absolviert haben.
- Das Fahrrad muss über die nötige Sicherheitsausrüstung verfügen. Vor allem Bremsen und Beleuchtung sollten Eltern zusammen mit ihren Kindern regelmäßig prüfen. Der Schulranzen muss sicher befestigt werden können. Gurte oder Bänder dürfen nicht in die Speichen geraten.
- Ein Fahrradhelm ist ein absolutes Muss. Er verhindert zwar keine Unfälle, kann die Folgen aber erheblich mindern. Eltern sollten mit gutem Beispiel vorangehen und selbst einen Helm aufsetzen, wenn sie mit dem Fahrrad fahren.
- Entgegen weit verbreiteter Meinungen reicht helle Kleidung nicht aus, um die Sichtbarkeit sicherzustellen. Auf retroreflektierendes Material sollte daher nicht verzichtet werden.
In Kürze zusammengefasst:
- Früh üben
- Fähigkeiten testen
- Fahrrad regelmäßig prüfen
- Helm tragen
- Reflektierende Kleidung tragen
Straßenverkehrsunfälle von Kindern in Tagesbetreuung, Schülern und Studierenden im Jahr 2008:
Hier gelangen Sie zur offiziellen Internetseite der Präventionskampagne "Risiko raus!".
(Quelle: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV), Bildrechte des Fotos auf der Startseite: Martin Moritz/Präventionskampagne "Risiko raus!", Bildrechte des Fotos auf dieser Seite: Gulliver Theis/Präventionskampagne "Risiko raus!")